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Walden Kunstausstellungen
Hufelandstraße 35
10407 Berlin

Öffnungszeiten: Do.- Sa. 15 - 19 Uhr
u.n. Vereinbarung
+49(0)175 83 94324
www.galerie-walden.de
info@galerie-walden.de

direkt am Volkspark Friedrichshain: Tram 4, 10 / Bus 200

actus torus~


2.Mai – 24. Mai 2014

erweiterte Öffnungszeiten:
Fr.2.5. 15 -21 Uhr,
Sa. 3.5. + So.4.5. 11-19 Uhr

Nachdem der Kurator Pasi Granquist des Kotka International Video and Electronic Art Festival Finnland die begehbare Multimediainstallation „ im:rot“ von Marius D. Kettler bei Walden Kunstausstellungen gesehen hatten, luden sie den Künstler ein, am „KIVEA Festival“ teilzunehmen.
Kettler konzipierte daraufhin die Arbeit actus torus~, die 2013 im Rahmen des Festivals in Finnland gezeigt wurde.
actus torus~ wird nun erstmalig in Berlin zu sehen sein!
Wie bereits „im:rot“,“warten auf rot“ kombiniert "actus torus~" Klang, Skulptur und Malerei in einer begehbaren Rauminstallation, in der sich Kunst und Naturwissenschaft verbinden. Die Arbeit bezieht sich auf das in der Kunst selten thematisierte Phänomen der Radioaktivität.`Actus torus´ ist eine „sich selbst synchronisierende und einstellende Installation“ (M.D.K.), die durchaus auch ganz ohne Eingriffe von außen mit sich selbst kommuniziert. Nach einiger Zeit schwingt sich die Skulptur ein, klangliche Muster bilden sich mittels des geleiteten Zufalls. Ohne Computereingriffe oder mechanische Verfahren entwickelt sich die Folge der Klänge aus einem System von Lautsprechern, Sendern und Empfängern – Metalle, die in Bewegung geraten und Klangereignisse auslösen, sowie die durch Geigerzähler gemessene und hörbar gemachte Radioaktivität des Gesteins.

Walden Kunstausstellungen präsentiert 2 Tori von Marius D. Kettler
I.  actus torus~
II. actus mundus~ 3.7.-26.7.2014

Presse: http://seeancemagazin.de/2014/04/actus-torus-radioaktivitat-in-der-galerie-walden/

3.7.2014 Ausstellungseröffnung Walden Kunstausstellung

 

actus mundus~



actus mundus ist meine zweite Installation (nach actus torus~) aus dem Zyklus „Tori der Abstraktion und der Natur“.
Bei actus mundus liegt der akustische Part in der Soundmodulation der Seismographen, die sich sowohl aus den seismographischen Aktivitäten der Erde (aus sechs bis sieben Kontinenten: Nordamerika, Südamerika, Asien, Europa, Afrika, Australien, evtl Antarktis) und den Erschütterungen in der Installation ergeben. Anders als bei actus torus, wo es darum geht, die Angst vor der natürlichen Radioaktivität zu relativieren, ist die Verführung, bei actus mundus auf eine akustische Sensation zu warten, sehr groß - was wiederum bedeuten würde, dass wir auf ein Erdbeben hoffen, um unterhalten zu werden. Die Schärfung der Sinne lässt den Rezipienten auch bei den „normalen“ Aktivitäten der Erde einen Klang erfahren. Sensationen in dieser Installation sind das Abbild von gewaltigen Ereignissen. Die Erde ist nur ein Ort - weit weg gibt es nicht. Die Malerei ist eine weitere Verführerin, nicht über die Herkunft des Klangs sich Gedanken zu machen. Eine Ablenkung, wie sie besser nicht sein könnte in einer auf das Sehen fokussierten Welt.
In Kooperation mit sechs seismographischen Instituten aus sechs Kontinenten, die online und live ihre seismischen Messungen übertragen, wird ein atmosphärischer Klangraum geschaffen. Durch Wandlung der Daten in Klänge ist es möglich, die Daten zu den Klängen zurückzuführen, von denen sie herrühren (Induktion).

Im Raum sind sechs Bilder rund um den zentralen dreigeteilten Torus angeordnet. Jedes der sechs Klangbilder überträgt den Klang eines Seismographen eines Kontinents. Die Bilder sind zugleich die Membranen der Schallwandler. Im Inneren der zentralen Installation sind die drei Seismographen angeordnet (Nord - Süd, Ost – West, und Vertikal)die die Raumerschütterungen registrieren, die durch die Besucher der Installation verursacht werden, wodurch der Gesamtklang ergänzt wird. Durch den für die Installation in der Galerie angebrachte Holzboden werden die Schritte der Besucher akzentuiert. Dieser reale Klang kommt als weiteres perkussives Element hinzu. Der dreigeteilte invertierte Torus ist von der Außenseite bemalt. Die abstrakte Malerei ist eine Visualisierung der Klänge und der Thematik; Erschütterung - Bewegung – Resonanz. Auch hier sind die Bilder die großflächigen Membranen, die den Schall wandeln.